Ännys knusprige „Toto-Spieße“ mit cremigem Porree-Gemüse an Basmatireis #vegan

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Heiß und lecker, Kochtopf

Es war ein ganz schleichender, fast unbemerkter Prozess, eine Wandlung, die sich bei meinen Essengewohnheiten in den letzten Wochen vollzogen hat. Zuerst war da der Vorsatz, (noch) weniger Fleisch zu essen. Wir kaufen schon seit etwa einem Jahr nur noch fast ausschließlich regional von unserem benachbarten Bauern oder vom Bioland-Fleischer auf dem Markt. Vor ein paar Wochen fiel mir plötzlich auf, dass ich unter der Woche ganz ohne „unbefriedigte Gelüste“ auf Fleisch verzichten kann.

Den Fleischstand auf dem Markt ließ ich teils wochenlang links liegen, immer auch im Hinterkopf, dass wir ja gegebenenfalls auch noch Fleisch von unserem benachbarten Bauern in unserem Gefrierschrank hätten. Doch ich hatte gar keinen Appetit mehr darauf, obwohl ich das vor Monaten noch nicht für möglich gehalten hätte. Eigentlich mag ich z.B. sehr gern ein medium-rare gebratenes Rindersteak, luftgetrockneten Schinken, italienische Salami oder auch mal morgens eine simple Scheibe Lyoner auf dem Frühstücksbrötchen. Dass ich meinen Fleischkonsum verringere, war zwar gewollt, aber ich habe es überhaupt nicht forciert oder geplant. Ich schränke mich auch jetzt (noch) nicht ein. Wenn ich Lust darauf habe, esse ich es einfach ohne schlechtes Gewissen, nur eben bewusster und auf jeden Fall qualitativ hochwertig. Mal sehen, wohin mich das kulinarisch noch führt. Ich halte mittlerweile nichts mehr für ausgeschlossen und entdecke immer mehr rein vegane Produkte, die nun öfter auf meiner Einkaufliste stehen werden – nicht, weil ich es so will, sondern weil sie mir schmecken. Eine „Wiederneuentdeckung“ war für mich heute Tofu. Den gibt es – sehr zu meiner Freude – nun sogar auch in unserem Biomarkt aus Sojabohnen, die nicht um die halbe Welt geschippert werden müssen, sondern die quasi „um die Ecke“ in Süddeutschland angebaut und verarbeitet werden. <3

Rezept: Tomaten-Tofu-Spieße mit cremigem Porree-Gemüse an Basmatireis

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Zutaten (für 2 Personen)

  • 200g Tofu (je nach Geschmack geräuchert oder natur)
  • 1,5 Tassen Basmatireis
  • 1 große Stange Porree (Lauch)
  • 10 Cherrytomaten
  • 250ml Hafersahne zum Kochen
  • Semmelbrösel und/oder zerkleinerte Cornflakes
  • Mehl
  • Sesam
  • 2 EL Sojasoße
  • Currygewürzpulver
  • Chinesische Gewürzmischung
  • 2 Messersp. gemahlener Kümmel
  • 100ml Weißwein oder Gemüsebrühe
  • gekörnte Gemüsebrühe
  • neutrales Öl zum Braten
  • Salz und Cayennepfeffer

Außerdem braucht ihr Schaschlikspieße!

Zubereitung:

Den Tofu abtropfen lassen, in mundgerechte Würfel schneiden und mit der Sojasoße, 1 TL Curry und 1/2 TL Chinagewürz mind. 2h marinieren. (Geht auch über Nacht.)

Tomate waschen und halbieren. In einem tiefen Teller etwas Semmelbrösel mit jeweils einer Messerspitze Curry und Chinagewürz mischen, dasselbe in einem anderen Teller mit etwas Mehl machen. Die marinierten Tofustücke kurz abtropfen lassen und erst in der Mehlmischung, schließlich in der Semmelbröselpanade wälzen. Jeweils 5 Tofustücke und 4 halbe Tomaten abwechselnd auf einem Schaschlikspieß aufspießen.

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Den Basmatireis mit doppelt so viel kaltem Wasser (3 Tassen) und etwas Salz in einen nicht zu niedrigen Topf geben, mit einem Deckel abdecken, zum Kochen bringen und 15 Minuten bei geschlossenem(!) Deckel ohne Umrühren! und bei niedriger Hitze sanft köcheln.

Das äußere Blatt der Porreestange und die oberen, fleischigeren Blattenden entfernen. Längs von der Wurzel zur Spitze geviertelt aufschneiden (Wurzelbasis zum Waschen dran lassen!) und gründlich (besonders zwischen den äußeren Blättern) waschen, dann klein schneiden. Mit dem Wein und dem Kümmel zusammen in einem Topf zum Kochen bringen, die Hafersahne hinzugeben und bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen, bis der Porree schön weich ist.

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Währenddessen etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Spieße behutsam von beiden Seiten braten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Aufpassen: bei zu hoher Hitze verbrennen die Tomaten!image

Das Porreegemüse mit gekörnter Gemüsebrühe, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Alles hübsch anrichten und genießen!

Guten Appetit! :-)

Eure Anne

 

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