Unser #WiB – KW 41 – Familienwochenende mit Bloggertreffen

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Autofrei, Blogdingens, Leben mit Kindern, Unterwegs, Wochenende in Bildern, Zuhause

Nach so viel Trubel an den letzten Wochenenden, und nachdem auch noch der Kleine Ajan zwei Tage mit Fieber flach lag, haben wir endlich mal wieder ein Familienwochenende zu viert verbracht. Nur zuhause sitzen, wäre bei diesem wunderschönen, goldenen Oktoberwetter allerdings pure Verschwendung gewesen. So haben wir an diesem Wochenende doch ganz unverhofft reichlich Spannendes erlebt, weshalb der Text zu den sonnen- und herbstdurchfluteten Bildern auch dieses Mal etwas ausführlicher (aber nicht minder interessant ;-)) werden könnte.

Samstag

Ein seltsames „Pling-Ploing“ war das erste, was ich an diesem Morgen wahrnahm. Als ich leicht erschrocken und noch völlig schlaftrunken neben mich schaute, stand da das Fleischbärchen neben unserem Bett, ihren Spieluhrdrachen in ihrem Arm. „Du bist ja schon wach, Mama!“ Jetzt ja. ;-) Zum Glück war es nicht mehr all zu früh. Ein wenig schade war es allerdings, dass nicht nur der Papa Pelz und ich, sondern kurz darauf auch der Kleine Ajan wach wurde, der eigentlich noch großartigerweise zwischen uns im Bett schlief. Aber half ja nichts. Die Große und wenig später auch der Kleine verlangten nach Frühstück. Der Papa Pelz fuhr mit ersterer Brötchen holen, während ich schon dem Kleinen Ajan einen Frühstücksbrei verabreichte. Anschließend war dann auch „das Büffet“ für den Rest der Familie eröffnet – eine kleine Urlaubsremineszenz an Holland inklusive.

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Danach ging es direkt raus an die frische und erstaunlich kalte Luft. Aber das Wetter war trotzdem einfach herrlich. Der Papa Pelz packte den Kleinen Ajan in den Buggy und das Fleischbärchen lief mit mir und dem Laufrad los.

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Unser Ziel war ein Feld etwa 150 Meter hinter unserem Garten liegt und auf dem bereits seit dem Morgengrauen ein Mordsradau herrschte. Beim Frühstück lüftete sich das Geheimnis der seltsamen Geräuschkulisse: ein Maisfeld wurde abgeerntet. Und genau das wollten wir uns jetzt von Nahem ansehen. Je näher wir dem Feld mit der Mähmaschine und den Traktoren mit ihren bis zu zwei Anhängern hintereinander kamen, desto öfter wollte das Fleischbärchen wieder umkehren, weil sie vor den großen Maschinen und dem Lärm Angst bekam. Doch als wir dann noch zwei weitere Kinder direkt am Rande des Feldes mit ihrer Mutter stehen sahen, ließ sie sich überreden, weiterzugehen. Welch ein Glück, denn es war alles suuuper spannend. Nach einer Weile sahen wir auch drei oder vier Feldhasen, die vor lauter Schreck vor der Mähmaschine aus dem Feld gerannt kamen und dann wieder hineinliefen um sich zu verstecken. Wir fieberten alle mit, ob es schließlich den richtigen Weg einschlagen und sich in Sicherheit bringen würden. Dann plötzlich ein lautes „Fump“-Geräusch und die Maschine abrupt blieb stehen und ging aus. Und dann der unqualifiziertestes Kommentar von der Mutter neben mir, den man sich in diesem Moment vorstellen kann: „Oh, das war dann wohl der Hase!“ Ich hätte ihr in diesem Moment gerne eine… aber lassen wir das. Zum Glück bekam das Fleischbärchen von diesem Kommentar nichts mit und verfolgte stattdessen gespannt, was da weiter passierte. Ein Mann stieg aus der Erntemaschine aus und ging zum Traktorfahrer hinüber. Sie redeten kurz. Anschließend setzten sich beide wieder in ihre Fahrzeuge und fuhren weiter. Puuh, also wohl doch kein Hase!?

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Wir standen dort, bis schließlich das ganze Feld abgeerntet war. Nach der letzten Reihe war nur noch einer der etwa vier im Wechsel mitfahrenden Traktoren übrig und wartete auf die herannahenden Erntemaschine. Der Traktorfahrer stieg aus, koppelte den Anhänger ab, fuhr den Traktor beiseite und dirigierte die den Fahrer der Erntemaschine, während er direkt neben der Deichsel des Anhängers stand, auf dass er diesen an die Maschine ankoppeln könnte. Irgendwann war der Mann nicht mehr zu sehen, weil sich die Mähmaschine vor ihm befand. Mit einem Mal schrie das Fleischbärchen auf und weinte bitterlich: „Der Mann, der Mann! Die Maschine hat den Mann überfahren.“ Während ich ihr erklärte, dass der Mann unversehrt sei und nur den Hänger angehängt hätte – so wie sie das selbst immer auch bei ihrer Legolok machte – stieg der Mann bereits wieder auf den Traktor. „Siehst du, da auf dem Traktor ist der Mann wieder. Jetzt fährt er zusammen mit der Erntemaschine auf das Nachbarfeld und arbeitet da weiter.“ Das Fleischbärchen war zu tiefst erleichtert. „Die Maschine hat den Mann gar nicht überfahren. Der hatte sich nur dahinter versteckt!“ Nach so viel Aufregung gingen wir erst einmal wieder zusammen zurück nach Hause, um dann nach einer kurzen Pipipause, und nachdem wir den am Wegesrand gefundenen Maiskolben für unseren Jahreszeitentisch in Sicherheit gebracht hatten, weiter zum Spielplatz zu laufen.

Am Grünstreifen neben dem Fußweg zum Spielplatz entdeckten wir die nächste spannende Sache: Im noch taufrischen Gras glitzerten unzählige kleine Netze von Trichterspinnen. Wir Perlen an einer Kette funkelten hunderte von winzig kleinen Wassertröpfchen. Wunderschön! Und wenn man genau hinsieht, kann man auf dem Foto sogar die stolze Wohnungseigentümerin entdecken. ;-)

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Auf dem Spielplatz genossen das Fleischbärchen und ich dann unsere gemeinsame „Mädelszeit“. Wir hatte wirklich schon viel zu lange nicht mehr zusammen den Spielplatz unsicher gemacht.

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Wieder zuhause angekommen, war schon der Papa Pelz fleißig dabei, das Mittagessen vorzubereiten. Währenddessen konnte das Fleischbärchen noch ungestört eine Runde am Couchtisch malen. Der Kleine Ajan machte bereits sein Mittagschläfchen.

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Nach dem Mittagessen brach dann schließlich doch noch Hektik aus. Wir hatten geplant, am Nachmittag nach Hamburg in die Innenstadt zu fahren, um dort an einem Bloggerstammtisch teilzunehmen. Die Kinder und ein wenig geschnittenes Obst und Gemüse sollten mit. Gepackt und geschnitten war aber noch nichts, und wie es oft so ist, der Kleine Ajan schlief ausgerechnet an diesem Nachmittag gerade mal eine knappe Stunde. Nun musste ich schnell das „kunterbunte Grünzeug“ schnibbeln und die Wickelsachen für die Kinder packen, während der Papa Pelz noch eben unter die Dusche sprang und den Kleinen Ajan beaufsichtigte.

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Die eigentlich geplante Bahn schafften wir trotzdem nicht, und so hatten wir uns völlig umsonst so beeilt und konnten in aller Seelenruhe zum Bahnhof schlendern und dem Kleinen Ajan dort noch sein Mittagsgläschen füttern. Dann ging es aber endlich los. Wenigsten waren die Kinder bestens gelaunt. Das Fleischbärchen guckte aus dem Fenster und sah „ihre geliebte Elbe“ und auch der Kleine Ajan kicherte und alberte fröhlich in seinem Buggy herum. Ich genoss derweil ein wenig die wunderbare Oktobersonne.

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Nach einem Umstieg am Hauptbahnhof und einer kleiner Busfahrt erreichten wir schließlich unser Ziel: die Agenturräume von Rabach Kommunikation. Der Platz für den Kinderwagen und das Laufrad, die wir unmöglich die vier Stockwerke bis zum Atelier im obersten Stockwerk die urige, knarzende aber steile Holztreppe hinauftragen konnten, war ziemlich knapp, aber er reichte, denn wir waren die einzigen, die mit Kindern „angereist“ waren. Ich war ein wenig enttäuscht. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ich es wohl nach der Nachricht in der Facebookgruppe, das Kinder bei diesem Elternbloggertreffen ausdrücklich erwünscht seien, überlesen zu haben. Nun hatte ich dem Fleischbärchen vorher extra erzählt, dass sie noch andere Kinder zum Spielen treffen würde. Mist! :-/ Wenigsten schien das erst mal für sie selbst kein Problem zu sein, denn als wir oben ankamen, wartete schon direkt eine kleine aber feine Spielecke mit reichlich Lego Duplo und Bunt- und Filzstiften und Papier zum Malen. Und auch für „die Erwachsenen“ bot sich ein nicht minder toller Anblick. Ein wirklich cool eingerichter, lichtdurchfluteter großer Raum, ein großer kreisrunder Tisch, voll mit lauter leckeren Sachen und eine nette kleine Runde von schon wartetenden Mommybloggerinnen, plus Tomma Rabach, die der heutigen Runde freundlicherweise die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und dieses Treffen erst möglich gemacht hatte. (Ganz herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle dafür!)

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Ich möchte jetzt gar nicht groß ins Detail gehen. Der Papa Pelz hat ganz ausführlich seine persönlichen Erinnerungen an den Nachmittag beschrieben. Dieser Beitrag fasst auch ganz gut zusammen, wie ich es erlebt habe. Meine auf Grund des vorangegangen #WUBTTIKA-Treffens irgendwie doch anderen Erwartungen, v.a. die Privatpersonen hinter den Blogs kennenzulernen, wurden leider nicht erfüllt. Aber es waren eben auch nur meine ganz eigenen Erwartungen.

Ich bekam nun außerdem mal selbst mit, wie sich so ein Treffen „anfühlt“, wenn man mit den Kindern in einer fremden, nicht komplett kindersichereren Umgebung zu einem Event unterwegs ist, auf das man sich gerne konzentrieren würde: einen Sack Flöhe zu hüten, ist dagegen ein Kinderspiel. Nein, ganz so wild, war es dann doch nicht. ;-) Aber es kam schon relativ häufig vor, dass ich dem Gespräch am Tisch nur mit einem Ohr oder gar nicht folgen konnte.

Vielleicht auch deshalb, weil ich mich – eigentlich völlig untypisch – praktisch gar nicht selbst zu Wort meldete und somit auch keinen wirklichen Einfluss auf den Gesprächsverlauf hatte, blieb die Runde schon bald beim Thema Kooperationen, deren rechtlichen Hintergrund und den neuesten Tratsch und Klatsch über kooperierende Firmen und ihre Bedingungen, Goodies und Bezahlung hängen. Das war leider ein Thema, dass mich in Sachen Blogs am wenigsten interessierte, da ich in letzter Zeit selbst immer weiter von der Idee abgekommen bin, überhaupt mal Werbebeiträge zu posten. Einen großen Pluspunkt hatte das Mithören des Gesprächs deshalb schließlich doch. Diese Idee rückte dadurch für mich noch weiter in den Hintergrund. Sollte ich je eine Kooperation eingehen, müsste diese schon sehr, sehr, sehr klare Bedingungen erfüllen und das Produkt müsste ethisch und moralisch meinen persönlichen, ziemlich klaren Wertvorstellungen entsprechen. Das ist doch, wie ich finde, ein sehr wertvolle Erkenntnis.11-WIB KW 411

Um halb 6 waren die Kinder schließlich so quengelig, dass wir den Heimweg antreten musste. Eigentlich hätten wir dafür nur eine Stunde gebraucht. Doch dank des hohen Verkehrsaufkommens und einer wirklich doofen Ampel in Alsternähe, an der der Bus über 10 Minuten im Stop-and-go-Modus festsaß, verpassten wir die S-Bahn und erreichten unser Zuhause so erst eine halbe Stunde später als geplant um kurz nach 7.

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Das Fleischbärchen war in der S-Bahn bereits eingeschlafen. Zum Glück hatten wir den Kindern zuvor schon am Bahnhof etwas zum Abendbrot gekauft und ich konnte das müde Mäuschen vom Kinderwagen mit schnellem, vereinfachtem Klamottenwechsel direkt ins Bett umlagern. Auch der Papa Pelz hatte an diesem Abend leichtes Spiel beim Ins-Bett-bringen des Kleinen Ajan. Mit der Erinnerung an einen wunderschönen Sonnenuntergang an der Alster, den wir allerdings leider nur vom Bus aus beobachten konnten, beschlossen wir den Tag.

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Sonntag

Keine Angst, der zweite Tag dieses Wochenendes in Bildern wird nach dem doch sehr ausführlichen Samstag ganz kurz und knapp. Dafür brauche ich mich nicht einmal sonderlich kurz fassen, denn bis zum Mittagessen habe ich schlichtweg keine Fotos parat. :-D Wir genossen diesen richtig schönen Gammelvormittag mit einem herrlich langen Ausschlafen mit Spätstück um zwanzig vor neun. Das Fleischbärchen stand zwar ungefähr zu selben Uhrzeit wieder im Raum, wie am Vortag, allerdings ließ sie sich dazu überreden, noch eine Weile alleine im Haizimmer zu spielen. Erst als sie den Kleinen Ajan bei uns im Zimmer fröhlich brabbeln und krähen hörte, kam sie wieder zu uns und erzählte uns voller Stolz: „Mama, Papa, ich hab alleine Kacki in den Topf gemacht!“ Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für ein perfekter Start in den Tag für mich war. ♥

Aber beginnen wir endlich mit dem ersten Bild des Tages, dem Mittagessen. Wieder einmal hatte der Papa Pelz uns bekocht und es schmeckte (wieder einmal) allen seeehr gut. Dreimal dürft ihr raten, was es gab! ;-)

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Nach dem Essen beschloss ich ein paar Kekse zu backen, das wir uns spontan bei meinen Schwiegereltern eingeladen hatten, um dort die neue Küche zu besichtigen ;-)

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Leider missglückten mir diese gehörig, vielleicht auch, weil ich nicht genug Zeit hatte, sie ganz in Ruhe abkühlen zu lassen. Es wurde jedenfalls schon beim Einpacken eine sehr bröselige Angelegenheit. Aber egal, dem Geschmack sollte das ja nicht abträglich sein. Der Papa Pelz war bereits mit den Kindern vorgefahren, um noch einen kleinen Abstecher zum Spielplatz zu machen und so fuhr ich alleine mit dem Rad hinterher. Im Korb dabei die gut gepolsterten Kekse, weitere gekaufte Kekse und Milchbrötchen für die Kinder, eine Trinkflasche für den Kleinen Ajan und einen Strauß der vermutlich letzten Dahlien aus unserem Garten, umrahmt von ein paar Herbstastern, für Schwiegermamas neue Küche. (In vorangegangen Nacht hatte es nämlich zum ersten Mal in diesem Herbst Frost gegeben.)

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Im Nachbarort angekommen offenbarte sich das, was ich schon geahnt hatte. Die Kekse waren nach der Fahrt über einen wirklich sehr schlechten, holprigen Radweg trotz der guten Polsterung nur noch tausend Brösel. Schmeckte aber trotzdem, und aus dem Rest werde ich vermutlich einen Tortenboden ohne Backen machen.

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Um halb 6 waren wir wieder pünktlich zum Abendbrot und anschließenden Baden der Kinder zuhause und wurden wieder mit einem traumhaften Sonnenuntergang in die Nacht verabschiedet.

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Was für ein Wochenende! Eigentlich war alles ganz ruhig geplant. Wir hatten sogar extra auf Grund des sehr plötzlich auftretenden, hohen Fiebers beim Kleinen Ajan, der zuvor schon einige Tage lang ziemlich verschnupft und eigentlich gerade wieder auf dem Weg der Besserung gewesen war, den geplanten Besuch von Vany bei uns, die wir in Wuppertal kennenlernen durften, abgesagt. *sniff* :-( Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! :-)

War es bei euch auch so aufregend? Hinterlasst mir gerne eine Kommentar. Ich wünsch euch jetzt erst mal für morgen eine tollen Start in die kommende Woche und schick euch noch schnell rüber zur Frau Mierau. Die hat nämlich wie immer weitere „Wochenenden in Bildern“ gesammelt. Und wenn ihr auch noch die andere „Familiensichtweise“ vom Papa Pelz sehen möchtet, schaut einfach mal bei ihm vorbei.

Liebe Grüße,

Eure Anne

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