#unterwegs – Wildpark Schwarze Berge

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Leben mit Kindern, Unterwegs

Heute nehme ich euch mit in den Wildpark. Der Besuch liegt zwar schon drei Wochen zurück, aber ich wollte ihn euch nicht vorenthalten. Zwar hätte das Wetter besser sein können, aber die Kinder staunten trotzdem nicht schlecht und auch die Fotos wurden ganz passabel. ;-)

Das letzte Mal als wir den Wildpark besuchten, war auch der Kleine Ajan schon mit dabei. Allerdings wusste wir noch gar nicht, dass es ein „Kleiner Ajan“ wird, und von den Tieren bekam er auch noch nichts mit, denn ich war hochschwanger. Heute konnten wir aber endlich mal als Familie diesen Tag genießen, leider ohne den Papa Pelz, denn der musste nach einem Monat Elternzeit nun wieder arbeiten. Aber dafür waren Oma und Opa aus dem Süden angereist und mit von der Partie.

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Als erstes wurde wir von den Hängebauchschweinen begrüßt, die sich hier in einem bestimmten Bereich des Parks frei bewegen können. Beim letzten Besuch (übrigens mit der Kita-Gruppe) hatte das Fleischbärchen noch große Angst vor ihnen gehabt. Auch heute wollte sie unseren zum Geschwister-Buggy umgebauten Fahrradanhänger nicht verlassen, aber immerhin hatte sie keine Angst mehr, wenn die Schweine direkt neben ihr standen und in den Wagen schauten. Da hat sich in den letzten Wochen enorm viel bei ihr getan.

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Auch bei anderen Tieren wandelt sich die vorher regelrecht panische Angst nun allmählich in entschiedene Zurückhaltung um. Darüber bin ich so froh, denn schon ein Regenwetterspaziergang wurde jedes Mal auf Grund der Nacktschnecken auf den Spazierwegen zum Spießrutenlauf mit letztendlichem Tragen des Kindes. Der Kleine Ajan ist da ganz anders. Er liebt Tiere, genau wie ich, und hat überhaupt keine Scheu. Manchmal ist das dann auch wieder nicht so toll, weil man gerade bei Hunden ja erst mal nie weiß, ob sie freundlich oder aggressiv sind. Ein gesunder Respekt ist da auch durchaus von Vorteil. ;-) Auch die Hängebauchschweine im Park waren nicht ohne. Als mein Papa die zuvor bei uns im Garten gesammelten Eicheln auf den Boden streuen wollte, war er einen Wimperschlag zu langsam beim Hand wegziehen und eines der Tiere biss ihn in den Finger. Er desinfizierte es gleich an einem der Händedesinfektionsspendern, die man überall im Park findet.

Nicht minder spitze Zähne hatten die nächsten Parkbewohner, die wir sahen: Stinktiere. Aber dieses Mal beobachteten wir sie aus sicherer Entfernung durch eine Glasscheibe hindurch.

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Ein paar Meter weiter mussten wir dann erst einmal ein wenig genauer hinschauen, bis wir die Tiere im Gehege fanden, denn sie waren durch ihr braunes Gefieder gut getarnt. Zudem hielten die Uhus auch noch ihr Tagesruhe und blinzelten verschlafen vor sich hin.

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Direkt daneben entdeckte das Fleischbärchen einen Uhus aus Holz. Hier wurde einem erst mal bewusst, wie groß diese Tiere wirklich sind und wie klein dagegen noch unsere doch eigentlich auch schon so schnell „groß“ gewordene Tochter ist. Das Fleischbärchen bestand jedenfalls darauf: „Das ist meine Mama. Ich bin ein Eulenkind und du bist ein Eulenkind.“ #hachz

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Anschließend wurde mit dem holzigen Uhu-Exemplar noch eifrig gekuschelt, bevor es zu den Nurtias weiterging. Von ihnen war der Kleine Ajan sehr begeistert und wir blieben eine ganze Weile stehen und bebachteten das muntere Spiel und die tollen Schwimmkünste dieser biberähnlichen Nager.

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Immer weiter ging es durch den wunderschön, komplett im Wald liegenden Park. Die Ziegen freuten sich schon sehr auf das gekaufte Futter, denn außer uns waren nicht viele Leute bei dem eher trüben Wetter im Park unterwegs.

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Als wir gerade weitergehen und uns ein Restaurant suchen wollten, denn es war bereits Mittagszeit, hörten wir plötzlich Musik von irgendwo her durch die Bäume hallen. Wir folgten den Klängen und landeten bei den Greifvögeln. Die Musik hatte ihren Zweck nicht verfehlt, denn sie rief alle Besucher kurz darauf beginnenden Greifvogelflugschau. Auch, wenn wir nicht das erste Mal im Park waren, die Flugschau hatten wir bisher noch nicht gesehen – und dabei hatten wir wirklich was verpasst, denn sie war richtig toll. Mit großen Augen und offenen Mündchen staunten der Kleine Ajan und seine Schwester nicht schlecht, als Eule, Adler und Co. nur wenige Zentimeter über unsere Köpfe drüber hinwegflogen.

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Zum Schluss durften dann noch drei Kronenkraniche ihre Kreise in dem kesselartigen kleinen Tal fliegen. Trotz ihrer beachtlichen Größe, segelten sie mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Eleganz durch die Lüfte. Wunderschön!

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Nach der Show schauten wir uns noch den gerade mal 3 Monaten jungen Weißkopfseeadler aus nur wenigen Metern Entfernung an.

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Danach ging es dann aber endlich zum Restaurant, wo der Kleine Ajan erst einmal direkt im Wagen einschlief. War ja auch sooo aufregend das alles. Währenddessen bestellten wir schon einmal unser Essen: Currywurst mit Pommes. Das Fleischbärchen futterte ordentlich, und auch der Kleine Ajan langte nach dem Aufwachen noch kräftig bei den Pommes zu, nachdem er ausgeschlafen hatte. Schließlich konnten wir alle satt und zufrieden wieder zu neuen Tierabenteuern aufbrechen.

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Nicht alle Tiere, die wir an diesem Tag im Park sahen, mussten wir hinter Zäunen, Fensterscheiben oder Gittern beobachten. Im Wald tummeln sich auch unzählige wilde Vögel. Neben den „üblichen Verdächtigen“ wie Amseln und Meisen sahen wir auch ganz viele Rotkehlchen und Kleiber. Und einen Buntspecht entdeckten wir auch.

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Eine ganz besonders lebhafte Rasselbande waren die Waschbären. So süß sie auch aussehen, mit ihrem flauschigen Fell, die kleinen Beißereien untereinander um unser mitgebrachtes Futter ließen sogar schon das Fleischbärchen schnell selbst feststellen, dass dies keine Kuschel- sondern Wildtiere waren. Sie wollte bald weiter, denn das war ihr dann doch alles nicht so geheuer. Wenn ich die Fotos betrachte kann ich trotzdem nicht umhin. Ich finde sie einfach soooo niedlich. :-D

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Anschließend ging es noch tiefer in den Wald hinein. Der Weg, den wir uns ausgesucht hatten, war leider sehr vom Starkregen ausgewaschen worden. Mein Papa schob den Wagen mit beiden Kindern und hatte ordentlich zu tun, denn das Parkgelände erinnert eher an das Allgäu als an Norddeutschland. Die Harbuger Berge sind nämlich ein Überbleibsel aus der Eiszeit, eine Art Geröllabladeplatz des riesigen Gletschers, der hier mal war. Jedenfalls entpuppte sich unser Spaziergang als Krakseltour. Schön wars trotzdem. Eine von uns bekam davon aber gar nichts mehr mit. Das Fleischbärchen war nämlich dann doch irgendwann einfach eingeschlafen und sah so auch weder die Wisente…

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… noch die Hirsche, die wir vom Hügel aus in einem malerisch anzusehenden grünen Tal beim Äsen beobachten konnten – wobei wohl eher die Frage ist, wer hier wen beobachtete. ;-)

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Auch das letzte Highlight verschlief das Fleischbärchen: Wölfe! Bereits ganz am Anfang waren wir schon an einem Wolfsgehege vorbeigekommen, allerdings hatte sich diese versteckt und immer nur für ein paar Sekunden in einiger Entfernung gezeigt. Doch nun kamen wir noch zufällig an einem ganz neuen Gehege vorbei, das sich laut eines Infoschildes gerade noch in der Aufbauphase befand. Die Wölfe waren nur wenige Meter von uns entfernt. Sehr beeindruckend!

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Ganz zum Schluss kamen wir dann wieder zu den Hängebauchschweinen, bevor es schließlich noch zum Austoben auf den großen Abenteuerspielplatz ging, wo das Fleischbärchen beim Absteigen kopfüber mit dem Gesicht zuererst vom Trampolin segelte. Zum Glück war nur der Schreck groß und die Unterlippe ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem sie sich bei mir im Arm wieder beruhigt hatte, wollte sie gleich demonstrativ noch einmal hüpfen. Das ist unser Fleischbärchen! :-D Von da ab war aber der Spielplatz einfach nur großartig.

Nur beim Abschied gab es dann wieder große Tränen. :..-( Aber nach so einem tollen Tag waren wir ganz bestimmt auch nicht zum nicht zum letzten Mal hier zu Besuch. ;-)

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Liebe Grüße,

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