Apfelernte und Septembergarten

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Grüner Daumen, Nachhaltig leben

Wir hatten dieses Jahr wieder – trotz des noch zarten Baumalters – eine reiche Ernte von insgesamt 15 Äpfeln. Am vergangenen Mittwoch habe ich endlich die noch verbliebenen Früchte vom Baum gepfückt. Und da ich diesen Monat den Garden Blogger’s Bloom Day verpasst habe, gibt es nun auch noch ein Best-of unseres Gartens im September, der sich gerade von herbstlicher, morbider Schönheit zeigt.

Kunterbunt sieht er aus, unser Garten. Jetzt, da die Tage kürzer werden, es schon merklich kühler ist und sich das Gartenjahr spür- und sichtbar dem Ende neigt, scheint er noch einmal alles geben zu wollen. Auch, wenn ich dringend mal wieder Unkraut jäten und verblühte Blüten herausschneiden müsste, wenn ich das beim Rundgang einfach innerlich ausblende, ist es eine wahre Pracht. :-D

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Eine wahre Pracht ist auch das, was ich letzte Woche von unserem Apfelbaum vor dem Haus gepflückt habe. Schon im vergangenen Jahr, als der Baum gerade mal den zweiten Sommer an seinem Platz stand, konnten wir 15 Äpfel ernten. Das diese historische Sorte – der “Seestermüher Zitronenapfel” – nicht mehr angebaut und somit sogar vom Aussterben bedroht ist, ist mir bei diesem Ertrag ein Rätsel. Dieses Jahr war es wieder dieselbe Anzahl, wobei ich ihm im Frühjahr auch einen kräftigen Erziehungsschnitt verpasst hatte, ansonsten wären es vermutlich noch mehr Früchte gewesen.

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Doch viel wichtiger als die Quantität war uns, neben einer guten Baumpflege, die Qualität. Die Äpfel sind erstaunlich groß und schmecken wirklich super. Zusammen mit den Kindern musste ich am Tag nach der Ernte gleich erst mal ein Exemplar verkosten. Lecker! Unser Apfel hatte einen kleinen Wurmstich, weswegen er vermutlich auch bereits vom Baum gefallen war, aber so ist dann eben mit unbehandelten “Bio-Äpfeln”. Zum Glück gibt es ja Messer, mit denen man das einfach wegschneiden kann. ;-)

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Brainstorming

Schon seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, eine sogenannte Erdmiete anzulegen, um Obst und Gemüse frostfrei aber kühl über den Winter bringen zu können. Ideen findet man reichlich im Internet, weswegen ich nun auch schon eine Pinwand bei Pinterest dazu angelegt habe. Trotzdem weiß ich noch nicht so recht, wie und wo und ob ich überhaupt ein Loch dafür graben sollte, denn dort wo wir Platz haben, ist der Boden durchzogen von zähem Eichenwurzelwerk. Zwar werde ich sicherlich in den nächsten Jahren, wenn der Ertrag steigt, auch Apfelmus davon zubereiten, aber falls jemand von euch zufällig eine Idee hat, wie wir sonst noch ohne Keller im Haus unser (ungekochtes, frisches) Obst und Gemüse lagern könnten, oder wenn ihr sogar selbst von eigenen Erfahrungen mit einer Vorratsgrube berichten könnt, hinterlasst mir unten sehr gerne einen Kommentar.


 

Zurück in den Blumengarten… Eigentlich als Lückenfüller im Beet gedacht, haben sich die Dahlien dieses Jahr – neben den geliebten Rosen – zu meinen Lieblingen im Garten gemausert.

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Ein wenig problematisch ist für uns derzeit die Pilzschwemme im hinteren Teil des Gartens unter den Eichen. Die halbe Rasenfläche ist alle paar Tage wieder übersät mit kleinen Schirmchen, die ich dann alle erst mal entfernen und wegwerfen muss, damit der Kleine Ajan dort spielen kann, ohne dass man befüchten muss, dass er einen der für mich völlig unbekannten Exemplare vernascht, denn sein Bewegungsradius ist mittlerweile nur noch schwer einzuschränken, solange sich ihm nicht Zäune, Hecken oder andere unüberwindbar Hindernisse in den Weg stellen. Schön anzusehen sind die kleinen Schirmchen trotzdem. Vielleicht werde ich in naher Zukunft auch mal einen Pilzbestimmungskurs besuchen, nicht einmal, um die verzehrbaren Sorten dann sammeln und essen zu können, sondern einfach nur, um zu wissen, um was es sich bei diesen erstaunlich farbenfrohen Gartenbewohnern handelt.

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Endlich kann ich euch hier wieder tolle Rosenfotos zeigen. Sie hatten ja fast alle in den letzten Wochen eine längere Blühpause eingelegt. Unsere Rosenhecke ist nun wieder eine wahre Pracht und so schön und üppig wie nie zuvor. Nicht nur in Sachen Blütenanzahl hat sie sich super entwickelt. Die Rosen haben auch noch einmal ganz kräftig ausgetrieben und machen der Bezeichnung “Hecke” nun wirklich Ehre.

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Nach ein wenig Zuwendung verlangt in letzter Zeit eine der Rosenpflanzen in unserer Rosenhecke. Summer Memories, die sonst sehr zuverlässig und üppig blüht, hat durch das feuchte Wetter vor ein paar Wochen nun Probleme, ihre Blüten zu öffnen. Die Blätter kleben dann einfach aneinander und es entsteht zunächst eine seltsam anmutende, eiförmige Knospe, wie im ersten Bild der folgenden Collage. Kommt dann noch einmal Regen oder Tau im Wechsel mit Sonne dazu, vertrocknen oder gar verfaulen die geschlossenen Knospen einfach, wie ihr im zweiten Bild sehen könnt. Das sieht dann wirklich sehr unschön aus und ist bei der reichen Anzahl an Knospen, die sie nun zum Ende der Saison noch einmal angesetzt hat, sehr schade. Deshalb spiele ich gerade etwas “Geburtshelferin”. Sieht die Blüte so aus, wie im ersten Bild, löse ich einfach die äußeren Blätter vorsichtig von Hand. Meist geht die Blüte dann auch sofort auf, als wenn nichts gewesen wäre, wie ihr im dritten Foto sehen könnt. Sie brauchte nur noch eine letzte kleine Hilfe um ihre ganze Schönheit entfalten zu können. Ich hoffe jetzt einfach auf besseres Wetter, damit dieser reiche Knospenschatz nun auch noch einmal zur vollen Blüte heranreifen und uns mit einem krönenden Rosensaisonabschluss in den bevorstehenden Winter verabschieden kann.

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Auch auf der anderen Seite des Hauses, an der Südwand, sprießt alles üppig. Weitere Kandidaten für das Hochbinden sind hier die großen Strandgräser, wobei das ja auch durchaus was Verträumtes hat, wenn sich ihre Blütenrispen so in den Rasenweg ergießen. Nur beim Rasenmähen ist das dann alles andere als praktisch. ;-)

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Eigentlich hätte ich die Gelb-Orange-Farbene Dahlie schon längst mal hochbinden müssen. Doch zwischen ihren vielen langen Blütenstengeln wohnen unzählige Kreuzspinnen, die fleißig Fliegen und andere Insekten fangen und die wunderschöne, nahezu makellose Spinnennetzkunstwerke gewoben haben – besonders morgens (so wie auf den folgenden Fotos von heute morgen), wenn die Sonne durch die Eichen blinzelt, den Garten in ein warmes Licht taucht und die Schatten auf der taubedeckten Wiese spielen. Dann sehen sie wunderschön aus und ich habe so viel Ehrfurcht und Respekt vor diesen kleinen Künstlern, dass es mir dann doch völlig egal ist, dass die Blumen so kreuz und quer im Beet stehen oder gar liegen. Es wächst und gedeiht mit großer Mehrheit das, was ich mir erhofft hatte, aber v.a. lebt der Garten! Das  ist für mich die Hauptsache.

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Und mit diesen letzten drei Fotos von heute morgen beschließe ich dann auch unseren kleinen Gartenrundgang im September und freue mich schon auf einen hoffentlich goldenen Oktober. :-)

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Liebe Grüße,

Eure Anne

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