#Urlaub – Tag 4 – Kutschfahrt und Emmen

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Leben mit Kindern, Reisen, Unterwegs

Es ist schon ein „Weilchen“ her, seid wir im Urlaub waren. Doch ich möchte trotzdem noch die geplanten, restlichen 5 Einträge in den nächsten Tagen und Wochen nachreichen. Gestern beim MMI-Schreiben und Fotografieren habe ich nämlich gemerkt, dass es mir gut tut, einfach mal wieder über „Leichte Kost“ zu schreiben. Das emotionale Bloggen hilft mir zwar langfristig sehr beim Sortieren meiner Gedanken, aber es ist auch anstrengend. Was würde sich da zur Zeit besser anbieten, als über den vergangenen Urlaub zu bloggen und noch einmal in Erinnerungen zu schwelgen?

Wie nun schon jeden Morgen gab es zum Tagesstart das obligatiorische Müslifrühstück und auch mal ein Frühstücksei. Das Fleischbärchen liebt übrigens Frühstückseier.

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Gut gestärkt ging es zunächst auf den zweitgrößten Spielplatz im Park. Hier wurde ausgiebig geschaukelt, gewippt und getobt. Der Grund, warum wir aber heute ausgerechnet auf diesen, nicht gerade nah an unserem Ferienhaus gelegenen Spielplatz gegangen waren, befand sich nur ein paar Meter entfernt, …

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… die parkeigene Ponyranch! Hier wollten wir nämlich an der auf dem Tagesprogramm angekündigten Kutschfahrt teilnehmen. Was wir nicht wussten: die Tickets dafür musste man zuvor an der Rezeption kaufen. Ich sah vor meinem gedanklichen Auge bereits die Kutsche ohne uns abfahren und wie das Fleischbärchen traurig hinher guckte. Machte aber überhaupt nichts! Wir durften trotzdem erst mal mit und konnten ausnahmsweise danach bezahlen. Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser! :-) Zuvor bestaunte das Fleischbärchen aber noch ehrfürchtig und aus sicherer Entfernung von Papas Arm aus, wie das Pferd an den Planwagen angespannt wurde.

04-IMG_2237Und so sah das Ganze dann aus, als wir Platz genommen hatten. Mit uns war nur noch eine holländische Familie im Wagen, ebenfalls mit zwei Kindern, die aber schon deutlich älter waren als unsere beiden Zwerge. Und wieder einmal war das Fleischbärchen fasziniert. Hier sprachen ja sogar die Kinder so seltsam fremd, dass man gar nichts verstehen konnte. ;-)

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Die Fahrt dauerte etwa eine Dreiviertelstunde. Für sehr viel Spaß, besonders bei den Kindern, sorgten die vielen Bodenwellen, die überall auf den Parkwegen zu finden sind und die Autofahrer vom zu schnellen Fahren abhalten sollen.

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Nach diesem tollen Erlebnis ging der Papa Pelz erst einmal natürlich zur Rezeption, um unsere Schulden zu begleichen ;-) Das Fleischbärchen, der Kleine Ajan und ich machten uns derweil schon mal auf den Rückweg zum Ferienhaus. Hier packten wir unsere „Sieben Sachen“ und brachen zum nächsten Tagesordnungspunkt auf: ein Ausflug in das Städtchen Emmen. Dazu liefen wir erst einmal zur nächsten Bushaltestelle, die nur etwa 250m vom Parkeingang entfernt liegt. Der Blick auf die andere Straßenseite könnte gut als Sinnbild für den Rest des kleinen Örtchens „Ees“ stehen. Ein typisches, reetgedecktes Drenter Bauernhaus und ein kunterbunter Blumengarten, einfasst mit einem Zäunchen, in der Mitte des Gartens Obstbäume. Ein echtes Landidyll!

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Im Bus machte es sich das Fleischbärchen bequem. Das lohnte sich auch durchaus, denn die Fahrt dauerte etwa 20 Minuten.

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In Emmen angekommen, wollten wir erst einmal in den großen Multimediastore, um nachzusehen, ob sich hier vielleicht – ob der auf der Hinfahrt im Zug vergessenen Kamera – ein Schnäppchen für eine Kompaktkamera machen ließ. Ließ sich leider nicht. Also weiter mit dem Handy fotografieren, und ganz wichtig: ein Café suchen. Denn in der Magengegend grummelte es bereits heftig, auch bei den Kindern.

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Das Café war schnell gefunden, denn es befand sich gleich eines neben dem Laden, in dem wir „nicht fündig“ geworden waren. Der Kleine Ajan hatte nun so richtig Kohldampf und wir brauchten ein Plätzchen, wo wir uns in Ruhe ausbreiten konnten. Hier zeigte sich mal wieder, wie kinderfreundlich Holland ist. Das ist uns den ganze Urlaub über so ergangen. Zunächst erschien das Café-Restaurant ein ganz normales „Erwachsenen-Restaurant“ zu sein, dass zwar auch Mittagstisch, Kaffee und Kuchen anbietet, seinen Hauptumsatz aber vermutlich am Abend macht. Doch auch hier gab es sogar eine tolle kleine Spielecke! Während Mama und Papa also ihren leckeren Kaffee und Kuchen essen und den kleinen Ajan füttern konnten, war das Fleischbärchen mit Lego spielen und malen beschäftigt. Soooo enstpannend!

An diesem Tag gab es zur Abwechslung zu den mitgebrachten Gläschen aus Deutschland ein holländisches Glas, das man von den Zutaten bei uns so nicht finden würde: Braune Bohnen mit Apfel und Rindfleisch.

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Aber da der Papa Pelz und ich selbst gerne landestypische Spezialiäten essen, wenn wir im Urlaub sind, dachte ich mir: Warum eigentlich nicht auch ein wenig „kulinarischer Urlaub“ für die Kids? Und der Kleine Ajan schluckte schneller, als man nachlöffeln konnte. Da konnte Onkel H. aus Deutschland echt nicht mithalten. ;-)

Nach einem Rundgang durch die Fußgängerzone und ein wenig Urlaubsmitbringselshopping fuhren wir dann auch schon wieder mit dem Bus zurück zum Ferienhaus, denn an diesem Abend wollten wir wieder im Restaurant essen gehen. Auf der Rückfahrt lauerte ich darauf, noch ein ganz bestimmtes Haus zu fotografieren, das mir schon auf dem Hinweg aufgefallen war – oder besser gesagt: der Vorgarten des Hauses! Und ich schaffte es, wenn auch das Ergebnis etwas verschwommen aussieht. Aber ich denke, man erkennt, worauf ich hinaus wollte ;-)

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Solche akurat bis richtig kunstvoll geschnittenen Hecken haben wir in unserem Urlaub auffallend häufig gesehen. Fast jeder (Vor)Garten wird von einer niedrigen, sehr gepflegten Hecke gesäumt. Und überhaupt waren die Gärten mit ganz wenigen Ausnahmen sehr gepflegt. Viele waren sicherlich auch vom Gartenprofi gestaltet. Auch wenn der Zustand unseres Gartens weit entfernt von „perfekt“ ist, ich mag das ja schon sehr, wenn jeder sein Bestes gibt, damit alles schick aussieht. Vor ein paar Tagen habe ich einen Blogbeitrag von Particia Cammarata alias @dasnuf über ihre Reisen nach Schweden und die Art und Weise, wie gepflegt dort alles ist, gelesen. Dabei habe ich mich auch wieder an unseren Hollandurlaub erinnert, denn auch hier scheint es z.B. selbstverständlich zu sein, dass man seinen Müll nicht einfach wo man gerade geht und steht auf der Straße fallen lässt oder achtlos ins Gebüsch wirft. Alles ist auffallend sauber. Aber dieses Thema ist einen eigenen Blogpost wert. Zurück zum Urlaub, auch wenn wir dabei wieder nicht ganz weg von dem Thema kommen. ;-) Kinderwagen/Rollstuhl/…stellplätze in Restaurants sind ja zum Beispiel auch eine Ausprägung davon. So einen fanden und nutzten wir an diesem Abend im Restaurant im Ferienpark.

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Wie schon beim ersten Mal war das Essen nun auch wieder sehr lecker. Und das Fleischbärchen war, wenn sie nicht gerade selbst aß, die ganze Zeit in der riesigen Spielecke beschäftigt. Auch wenn ich mich wiederhole, ich sage trotzdem nur: Urlaub – für alle! :-)

15-Urlaub - Tag 4 - Kutschfahrt & Emmen1Nachdem wir alle satt und zufrieden waren, und das Fleischbärchen und der Kleine Ajan sich an der Restaurantrezeption noch ein Geschenk aussuchen durften (das durften sie jedes Mal, wenn wir dort aßen, egal, ob wir für sie ein eigenes Gericht bestellten oder sie bei uns mitaßen!) ging es zurück zum Ferienhaus, vorbei an „unserem Nachhausewegkumpel“. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass der Park in unterschiedliche Bereiche eingeteilt ist, die alle mit verschiedenen Tiersymbolen gekennzeichnet sind. Diese Tiere befinden sich auch als bankähnliche Skulpturen überall im Park verteilt. Anfangs hatte das Fleischbärchen richtig Angst davor. An diesem Abend traute sie sich zum ersten Mal es anzufassen und saß dann schließlich sogar auf dem Rücken des Pferdchens. In der Hand hat sie dabei übrigens das Geschenk aus dem Restaurant: eine große Sandharke, die jetzt zuhause auch noch sehr oft im Gebrauch ist. :-)

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Auch wenn das Wetter an diesem Tag ziemlich trist war, wir haben trotzdem das Beste daraus gemacht und hatten einen schönen vierten Urlaubstag. Wie es weiterging, erfahrt ihr im nächsten Bericht. Da werden wir dann einen ganzen Tag im Park verbringen und den Indoorspielplatz unsicher machen.

Liebe Grüße,

Eure Anne

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