#Urlaub – Tag 2 – Borger und Spielplatz

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Leben mit Kindern, Reisen, Unterwegs

Ich brauche dringend Urlaub – und zwar hier im Blog. Denn ich schulde euch noch ein paar Urlaubsberichte. Und da es auch für mich schön ist, immer mal wieder auf unseren Urlaub zurückzublicken und in Erinnerungen zu schwelgen, bekommt ihr jetzt endlich mal die nächsten Tage und Wochen ab und an so einen Blogpost aufs Auge gedrückt. Wenn der Urlaub „vorbei ist“, dann müsst ihr euch eben wieder den ersten Urlaubstag anschauen und mit dem Lesen von vorn beginnen. ;-)

Unser erster richtiger Urlaubstag – an Tag 1 waren wir ja fast nur auf Achse gewesen – begann mit einem gemeinsamen Müslifrühstück und dem Aufbruch nach Borger, dem Nachbarort von Ees, in dem sich unser Ferienpark befand. Da wir als Selbstversorger nur das Nötigste an Lebensmitteln von Zuhause mitgenommen hatten (z.B. unser Lieblingsmüsli), mussten wir dringend etwas einkaufen. Und so sprangen wir fröhlich in einen neuen Tag – nun ja, zumindest das Fleischbärchen. ;-) Direkt vor unserer Haustür war nämlich ein Baumstumpf, von dem man toll Hüpfen üben konnte, was unsere Maus gerade mal vor etwa 2 Monaten gelernt hat.

Das Wetter war leider nicht so toll, aber wir hatten Kleidung für jedes Wetter dabei, und so war auch das bisschen Regen kein Problem. Mit dem Kleinen Ajan in der Trage und dem Fleischbärchen im Kinderwagen, ging es zunächst durch den „Ortskern“ von Ees.

Nach etwa 20 Minuten Fußweg entlang einer mäßig befahrenen Landstraße erreichten wir Borger, nach weiteren 10 Minuten, den Ortskern.

Bereits nach diesem kurzen Spaziergang merkte ich, dass ich mich in den typischen Drenther Baustil verliebt hatte. Etwas, dass ebenfalls mein Herz höher schlagen ließ, waren die vielen, super gepflegten Gemüsegärtchen. Der Papa Pelz und ich stellten fest: Die Provinz Drenthe scheint so etwas wie das hobbit’sche Auenland der Niederlande zu sein, nur, dass die Hügel fehlen und die Leute nicht so klein sind und keine Haare auf den Füßen haben. ;-) Aber die Liebe zum Gärtnern ist allgegenwärtig. Sehr beeindruckend sind auch die tipptopp geschnittenen Hecken, bevorzugt Buchsbaum oder niedrig gehaltene Hainbuchen, die fast überall die Gärten und Vorgärten einrahmen.

Als wir in Borger ankamen, hatten wir doppelt Glück. Der Regen ließ nach und es war Markttag. Mein Mann und ich liiieben Märkte. Ich hatte euch ja auch schon mal über unseren eigenen Wochenmarkt geführt. Märkte in anderen Länder sind aber natürlich um so spannender, weil man hier wirklich Land und Leute kennenlernt. Und da Borger v.a. zu dieser Jahreszeit nicht von Touristen überlaufen ist, trifft man fast nur auf Einheimische, die hier ihren ganz normalen Einkauf erledigen. Die Preise sind hier übrigens (so wie bei uns früher auch) deutlich günstiger, als im Supermarkt.
Was bei unserem Einkauf nicht fehlen durfte, war natürlich echter holländischer Käse. :-) Außerdem besorgten wir dort Äpfel, Erdbeeren, etwas Gemüse, Kartoffeln, frische Bratwürste, die es am Tag drauf zum Mittagessen geben sollte und Brot.

Für die übrigen Kleinigkeiten gingen wir dann nochmal in den wirklich sagenhaft gut sortierten Supermarkt. Wie schon erwähnt, sind die Preise hier höher, als auf dem Markt und auch ein wenig höher, als bei uns in Deutschland, aber es ist nicht so, dass man extra alles aus Deutschland mitbringen müsste. Auch, wenn die Regale wirklich beeindruckend aussahen, ein bisschen fragte ich mich schon, ob das alles gekauft und gegessen wird, oder ob davon nicht ein Großteil unverkauft in der Mülltonne landet. :-(

Auf dem Rückweg war dann noch mal Pferde gucken angesagt.

Und zwar gleich zwei Mal! ;-)

In unserem „neuen Zuhause“ angekommen, packten wir erst mal in Ruhe die Einkäufe aus. Da war es wirklich super praktisch, dass wir ein Laufgitter für den Kleinen Ajan dazu gemietet hatten. Mittlerweile hatte sich auch die Sonne hinter den Wolken hervor gewagt. Da das Fleischbärchen allerdings hundemüde war, ging sie erst mal eine Mittagsrunde ins Bett. Auch der Kleine Ajan machte einen kurzen Powernap. Er hatte allerdings auch schon zuvor in der Trage geschlummert.

Anschließend ging es durch den Park, vorbei an vielen weiteren reetgedeckten Ferienhäusern. Unser Ziel: der große Abenteuerspielplatz. Unser Nachbarhaus hatte übrigens den Garten schön. ;-) Ich liebe Farne! Und nach dem morgendlichen Regen duftete es herrlich nach Wald.

Wir kamen nicht weit, ohne den ersten Zwischenstopp einzulegen. Direkt an der nächsten Wegkreuzung befand sich nämlich bereits eine kleiner Spielplatz. Nachdem alle Spielgeräte mindestens einmal ausprobiert worden waren (und mit viel Überredungskunst) konnten wir dann doch weitergehen. Auf dem Gelände befinden sich überall verteilt kleinere Spielplätze, bevorzugt in der unmittelbaren Nähe von speziell für Kinder ausgestatteten Ferienhäusern – sehr praktisch, weil man die Kids auch einfach mal auf raus schicken kann, während man die Spülmaschine ein uns ausräumt, und sie trotzdem in Sichtweite sind. Diese Häuser waren, als wir buchten, jedoch leider alle schon reserviert. Aber andererseits hatten wir so auch sicherlich eine ruhigere Lage erwischt. Unser Haus befand sich nämlich ganz am Parkrand. Hinter unserem Haus war der Zaun, dahinter ein öffentlich, praktisch gar nicht befahrener Radwanderweg und dahinter Wald, Wald, Wald…

Und dann waren endlich auf dem Spielplatz es war großartig. Die Sonne lachte mittlerweile von einem azurblauen Himmel, und das Fleischbärchen tobte sich auf dem Airtrampolin aus.

Auch der Kleine Ajan kam auf seine Kosten. Er durfte in einer der Babyschaukeln Platz nehmen und staunte nicht schlecht. Auch der Matschspielplatz war super. Leider nichts für unser Dreck verabscheuendes Fleischbärchen :-D Sie schaukelte, rutschte oder wippte lieber auf einem großen Auto.

Zum Tagesabschluss gingen wir noch im direkt neben dem Spielplatz gelegenen Schnellrestaurant des Parks essen. Hier gab es „die üblichen Verdächtigen“ wie Burger und Pommes, aber auch typisch holländische Fastfood-Spezialitäten wie z.B. Frikandel, eine Art Frikadelle in Krokettenform, von der Struktur aber eher feiner, so wie eine Bratwurst. Ganz landestypisch wird das Ganze dann in der „Special“-Variante: mit Majo, Gewürzketchup und Zwiebeln. „Zeeeer lekker!“

Auf dem Rückweg winkte uns dann noch das Maskottchen des Parks zur guten Nacht: Bartje.
Notiz für den nächsten Urlaubstag: Fleischbärchens Mittagsschlaf fällt aus. #ausgründen ;-)

Bis zum nächsten Urlaubseintrag! Oder wie man auf Niederländisch sagt: Tot ziens! ;-)
Liebe Grüße,

Alle weiteren Artikel über diesen Urlaub findet ihr hier:

Tag 1 – Anreise
Tag 2 – Borger und Spielplatz
Tag 3 – Spielscheune und Hallenbad
Tag 4 – Kutschfahrt und Emmen


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