Unser Wochenende in Bildern – Mai ’15, KW 21

Kommentare 0
Allgemein, Wochenende in Bildern

Schon wieder liegt ein Wochenende hinter uns. Eigentlich ist es ja genau genommen noch gar nicht zu Ende, denn heute ist Pfingstmontag. Aber da der Text für den Samstag etwas ausführlicher wird, würde das hier den Rahmen sprengen. ;-) Das Wochenende war bisher einfach so herausragend schön und entspannt und dabei trotz allem völlig unspektakulär, dass ich euch das unbedingt alles erzählen muss.

Super Samstag

 

Unser Morgen begann nach einer passablen Nacht zu einer gemäßigten Uhrzeit und mit unserem ganz normalen Frühstück: Müsli für alle, Wasser bzw. Milch für die Kinder und Kaffee für Mama und Papa. Obwohl eigentlich bereits ab dem Vormittag trockenes Wetter angesagt war, fing es, als wir uns gerade angezogen hatten und im Garten waren, fünf Minuten später an, ganz ungemütlich zu nieseln. Also wieder alles retour. Wir begnügten uns mit Bücherlesen, Lego spielen, Malen und Vorlesen und was soll ich sagen: ich kam sogar im Beisein der Kids dazu, zwischendurch noch eine wichtige Mail fertig zu schreiben und abzuschicken. Währenddessen wurde ich vom Fleischbärchen mit erfrischendem, imaginären Wasser, dampfendem, imaginären Tee und leckerem, imaginären Schokoeis verköstigt.

Bis zum Mittagessen hielt das Schietwetter draußen an. Mein Mann bekochte uns mit Spätzle und Zucchini-Schinken-Sahnesoße. Es schmeckte allen hervorragend und es blieb nullkommanix übrig. Das Fleischbärchen aß sogar einige Stückchen gebratene Zucchini, was nicht gerade in Begeisterungsstürme ausartete, aber immerhin probierte sie es überhaupt und verweigerte sich nicht von vornherein. Schon wieder überraschte mich unser kleines großes Kind. Und vielleicht merkt ihr jetzt schon, dass bisher noch praktisch gar nicht, die Rede vom Kleinen Ajan war. Ich fasse es zusammen: auch, wenn er gerade verhältnismäßig launisch drauf ist (Zähne, Krabbeln lernen, Hochziehen etc…), der Lütte „läuft“ so nebenher ;-)

Das Ins-Bett-Bringen zum Mittagsschlaf lief bei beiden Kindern zwar nicht gerade topp, war aber auch kein Flopp. Allerdings fiel das Nickerchen verhältnismäßig kurz aus, was besonders bei der Großen zu sehr schlechter Laune für den Rest des Tages führen kann. Doch als sie wieder wach war und wir zusammen Kekse aßen, wurden zwar wieder die Grenzen der Brösel- und Kleckerei-Erträglichkeitshemmschwelle bei Mama und Papa ausgetestet, aber ansonsten: super drauf, das Kind! Und die Sonne hatte wohl mitbekommen, dass wir am Mittag alle unsere Teller brav leer gegessen hatten und lachte bei angenehmen Frühlingstemperaturen vom Himmel. Nichts wie raus.

Fleischbärchen wurde mit sandkastentauglichen Klamotten ausgestattet und erst mal in den Garten geschickt, während wir „Großen“ noch unseren Kaffee austranken und der Lütte noch einmal eine frische Windel bekam.

Doch dann der große Schreck nach einem Blick auf die Terrasse: Wo war das Fleischbärchen? Ich schaute durch jedes Fenster in Richtung Garten. Keine Spur. Dann sah ich, dass das eine Gartentor einen Spalt offen stand und das Laufrad nicht mehr auf der Terrasse stand. Verdammt! Das Tor hatte ich definitiv zugemacht. („Oder doch nicht?!“) Mein Mann ging raus und schaute vor dem Haus nach und hielt auf unserer, zum Glück nicht all zu sehr befahrenen, Zufahrtsstraße nach ihr Ausschau. Nichts.

Und dann hörte ich irgendwas an der Hauswand klappern. Währenddessen kam mein Mann auch schon wieder erstaunlich gelassen von draußen rein. Unsere Maus war gar nicht weggelaufen. Sie hatte lediglich genau in dem einzigen toten Winkel gestanden, der von den Fenstern her nicht einsehbar ist, weil er sich direkt unter der Fensterbank befindet. Durch die noch übersichtliche Bauhöhe unseres Sprosses im Nachhinein völlig logisch. Ich konnte mein Herz endlich wieder aus meiner Hosentasche holen und setzte es noch leicht zerknittert wieder an den richtigen Fleck zurück. Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, das Altglas musste weggebracht und der Wochenendeinkauf erledigt werden und dann wollte das Fleischbärchen… „Hach, *seufz*, mein süßes, unschuldiges Fleischbärchen. Ich hab dich sooo lieb!“

Auf dem Weg zum Spielplatz dann das nächste Highlight. Das Fleischbärchen, dass sonst ungelogen alle 10 Meter mit dem Laufrad anhält und in der Gegend herumguckt und träumt, fuhr mit nur einem einzigen Halt, bei dem ich auf sie warten musste und nicht umgekehrt, innerhalb von 5 Minuten zum Spielplatz. Normalerweise brauchen wir für diese Strecke 20 Minuten bis eine halbe Stunde! Ich setzte meinen Mann und meine Tochter dort ab und ging mit dem Kleinen Ajan im Kinderwagen weiter Richtung Supermarkt.

Nach etwa einer Stunde holte ich die beiden wieder am Spielplatz ab. Zuhause übernahm mein Mann dann die Löwenfütterung des Kleinen Ajan und ich ging mit dem Fleischbärchen in den Garten um dort noch ob der lärmfreien Feiertage schnell den Rasen zu mähen. (Und bevor ihr jetzt fragt, ja diese „Rollenaufteilung“ ist bei uns der Normalzustand. ;-)) Zwar gab es ein wenig Quengelei, weil ich die Große nicht zum Rasenmähen in den Vorgarten mitnehmen wollte, und stattdessen vermeintlich hinter dem Gartentor einschloss, doch der Konflikt löste sich auf unerwartete Art und Weise so auf, als dass das Fleischbärchen plötzlich neben mir stand.
„Schaaa-haaatz, ich glaub, wir brauchen ein Vorhängeschloss!“

Das Abendbrot verlief so harmonisch wie seit Monaten nicht mehr. Es war fast schon eklig. Der Kleine Ajan hatte nahezu seine komplette 330g-Portion Brei aufgegegessen, und die Große sagte wirklich jedes Mal zum richtigen Zeitpunkt und überhaupt nicht überspitzt, wohl aber schon mit (gerechtfertigtem) Stolz „Bitteschön!“, „Danke sehr.“, „Danke, nein.“, „Ich möchte bitte…“ usw und sofort.

Selbst das Ins-Bett-Bringen verlief ohne Geschrei und nur mit ein wenig Gemaule. So hatten mein Mann und ich auch noch einen geruhsamen (Blogger)Abend ;-)

Sonniger Sonntag

Als ich heute morgen durch einen heftigen Hustenanfall aufwachte (ja, ich bin mal wieder krank :-/), schien bereits die Sonne. Ich schaute auf mein Handy: Halb 10! WIE BITTE?
Da ich mir bereits am Vorabend die Lunge aus dem Leib hustete, durfte ich die Nacht im 2. Kinderzimmer im Gästebett verbringen. Mein Mann hatte mich einfach schlafen gelassen und sich alleine um die Kinder gekümmert. Als ich unten zum Frühstück auftaucht, schlummerte der Kleine Ajan schon wieder zum üblichen Vormittagsschläfchen in seinem Bett.

Das Fleischbärchen begrüßte mich freudig und so frühstückten wir noch warme Brötchen, die mein Mann schon vorbereitet hatte und es war wieder ein sehr harmonischer Tagesbeginn. Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich verliebt bin? ;-)

Nach dem Frühstück wollte das Fleischbärchen unbedingt, dass ich eine Weihnachtsgeschichte vorlese. Ups, da hatte ich wohl vergessen dieses Büchlein aus dem Kinderbücherregal zu sortieren. ;-)

Danach war dann aber endlich Gartenzeit angesagt. Bei diesem genialen Wetter ja wirklich ein Muss! Während mein Mann wieder den gerade aufgewachten Kleinen Ajan betüddelte, spielte ich mit dem Fleischbärchen Fußball und wurde beim Blumen gießen tatkräftig unterstützt.

Welch ein Spaß, als ich ein paar Rhabarberstangen aus dem Gemüsegarten erntete! Die riesigen Blätter waren für unsere kleine Tochter so groß wie Schirme.

Als das Fleischbärchen einen Mittagssnack intus hatte und zum Mittagsschlaf im Bett lag, heizte mein Mann den Grill an und ich bereitete einen Salat und leckere, in Olivenöl geröstete Brötchenscheiben vor. Pünktlich zum Essen waren beide Kinder wieder wach. Es wurde geschlemmt! :-)

Zum Nachtisch, den es eigentlich zu viel zu später Stunde gab – was soll’s, ist ja nicht jeden Tag Pfingsten/langes Wochenende/ schönes Wetter/ (fügen Sie hier einen beliebigen Grund ein ;-)) – gönnten wir uns ein Eis in unserer nahegelegenen Eisdiele. Das Abendbrot für meinen Mann, Fleischbärchen und mich fiel demnach aus. Nur der Kleine Ajan aß gierig seinen Abendbrei. Ist ja auch gemein, wenn man dauernd was vorgegessen bekommt ;-)

Das Ins-Bett-bringen verlief wieder erstaunlich friedlich. Beide Kinder waren von der frischen Luft und dem vielen Spielen vermutlich gut genug ausgepowert ;-) Der Kleine Ajan schlief jedenfalls bei seiner Abendflasche ein, und ich konnte mich gemütlich ans Bloggen dieses wunderschönen Wochenendes machen.

Ich wünsche euch einen schönen, geruhsamen Pfingstmontag und eine tolle Woche.

Liebe Grüße,


PS: Weitere WiBs findet ihr im Blog „Geborgen Wachsen“ von Susanne Mierau.

Kommentar verfassen