Ännys franztastische Franzbrötchen

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Familienbäckerei, Kochtopf

Ja, diese typisch hanseatische Frühstücksspezialität ist nichts für eine Diät, aber ohne ordentlich Butter und Zucker schmecken sie auch nicht. :-D Sie benötigen zwar etwas Vorbereitungszeit, das wiederum macht sie aber auch zu perfekten Mitbringsel-Kandidaten z.B. für einen leckeren Brunch bei Freunden. Einfach alles am Vorabend in Ruhe vorbereiten und die Teigrohlinge am Morgen ganz fix nur noch in den Ofen schieben und frisch backen. Macht garantiert Eindruck! ;-)

 

 

Man nehme:

Für den Teig:
500 g Mehl, plus etwas Mehl für die Arbeitsfläche
1 Würfel frische Hefe
250 ml Milch
70 g Zucker
70 g weiche Butter
1 Prise Salz
150 g kalte Butter

Für die Füllung:
160 g Zucker
150 g weiche Butter
2 gehäufte TL Zimt

 

 

Zubereitung:

 

100ml Milch lauwarm erwärmen, Hefe hineinbröseln, eine Prise Zucker hinzugeben und alles gut verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mehl in eine Schüssel sieben. (In meinem Fall, in die Schüssel der Küchenmaschine). Alles vermengen bis eine bröseliger Vorteig entstanden ist. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und den Teig 20 Minuten ruhen lassen.

Die restliche Milch lauwarm erwärmen und mit 70 g Zucker, der weichen Butter und Salz zum Vorteig geben und so lange Kneten, bis der Teig glatt ist, also nicht mehr klebt und sich von der Schüssel löst. Den Teig zu einer Kugel formen. Die Schüssel mit der Teigkugel wieder mit einem feuchten Küchentuch oder einem fest schließenden Deckel abdecken und den Teig 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen lassen bzw. solange bis sich die Größe verdoppelt hat.

!Ännys Tipp!: Warmes (nicht heißes!) Wasser ins Spülbecken einlaufen lassen und die Schüssel in das warme Wasser stellen!

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig etwas kleiner als die Backblechgröße gleichmäßig ausrollen. Dazu auch das Nudelholz mit wenig Mehl bestäuben/einreiben, damit der Teig nicht an ihr kleben bleibt und reißt.
Auch wenn Hefeteig ansich nur mit Ruhe gelingt, von nun an bitte zügig arbeiten.
Die Hälfte des Teiges mit dünnen, kalten Butterscheiben gleichmäßig belegen, und dabei zum Rand hin etwa einen guten Zentimeter Platz lassen. Die andere Teighälfte über die Butterseite klappen. Die Ränder rundherum mit den Zinken einer Gabel festdrücken. Den Teig mit der Butterfüllung behutsam auf Backblechgröße ausrollen. Sollte der Teig reißen oder/und kleben bleiben, das Loch verschließen und die entsprechende Stelle mit ein wenig Mehl bestäuben. Den Teig “gedanklich” dritteln und erst das eine äußere Drittel auf das mittlere Drittel und dann das andere äußere Drittel auf das mittlere Drittel klappen. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und 5 Minuten in den Kühlschrank legen. Danach den Teig noch einmal auf Backblechgröße ausrollen und die Prozedur (inkl. jeweils 5-minütigem Kühlen) noch weitere 3 Male wiederholen.

Die Zutaten für die Füllung gut miteinander mischen. Den Teig erneut auf Backblechgröße ausrollen – falls noch nicht geschehen – und gleichmäßig mit der Zimt-Zucker-Buttermischung bestreichen. Den Teig über eine der beiden langen Kanten aufrollen und 5cm breite Stücke von der Rolle abschneiden. Mit einem leicht bemehlten Holzkochlöffel parallel zum Schnitt der Rolle mittig die Rolle eindrücken sodass sich die schneckenförmig gerollten Seiten nach oben biegen.

Die Teigrohlinge über Nacht auf einem mit Backpapier belegten Teller/Backblech etc. gut mit Folie abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

1/4 Stunde vor dem Backen 4 Teigrohlinge aus dem Kühlschrank nehmen und mit gleichmäßigem Abstand zueinander und zu den Blechrändern auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einem feuchten Küchentuch zudecken. Den Ofen währenddessen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Franzbrötchen schließlich 15-20 Minuten backen. Sobald die ersten Franzbrötchen im Ofen sind, die nächsten 4 aus dem Kühlschrank nehmen und wie die ersten schon zum Aufwärmen auf einem Backblech platzieren.

Die Franzbrötchen sind fertig, wenn sie goldgelb sind. Dass der Zucker und die Butter auslaufen und um die Franzbrötchen herum karamelisieren, ist normal. Sobald der Karamell etwas abgekühlt ist, die Franzbrötchen zum Auskühlen vorsichtig auf ein Kuchengitter legen und möglichst frisch genießen.

!Ännys Tipp!: Der Karamell schmeckt übrigens prima zerbröselt über Vanilleeis! ;-)

 

Guten Appetit!
Eure Änny

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