Aua, Zahn

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Entwicklungssprung, Leben mit Kindern

Es ist soweit. Der erste Zahn ist durchgebrochen – noch nicht vollständig, aber schon ganz deutlich fühlbar. Eine kleine harte Ecke ist da im sonst weichen Zahnfleisch, und wenn man genau hinsieht – was gar nicht so einfach ist, weil man einem 6 1/2 Monate alten Kind ja noch nicht begreiflich machen kann, dass es mal den Mund offen lassen soll – dann ist da eine längliche, querstehende, tiefe Kerbe im Zahnfleisch.

Nun erklärt sich auch die furchtbare vorvorletzte Nacht. Emilia kam kaum zur Ruhe. Alle zwei Stunden musste ich sie stillen, um wenigsten dazwischen ein wenig Schlaf zu bekommen, aber selbst dann wälzte sie sich hin und her. Erst dachte ich, dass sich da wieder ein Entwicklungsschub ankündigt. Gestern Vormittag gab es dann aber die Gewissheit: es sind die Zähne. Dass sich da was anbahnte war schon seit ca. 2 Wochen klar. Das Zahnfleisch an der Stelle der Schneidezähne wurde immer dicker und die Zähne im Zahnfleisch auch fühlbar, besonders an der Innenseite des Kiefers. Da ich allerdings davon ausging, dass Babies beim Zahnen entweder gar keine Probleme haben, oder richtig viel Weinen, schob ich ihre Quengelei, ihr „Zur-Mama-wollen“, das schlechte Einschlafen (auch am Tag) und vor allem ihren uuuunglaublichen Bewegungsdrang auf die Entwicklung und das Wachstum. Dass sie das sooo taper durchsteht, konnte ja keiner ahnen. Bisher hat sie nur 2 Mal geweint, und auch nur, als sie sehr müde war und nicht einschlafen konnte. Vorgestern habe ich dann zufällig dieses Dentinox-Gel in der Drogerie gesehen und spontan gekauft. „Ist ja immer ganz gut, sowas in der Hausapotheke vorrätig zu haben.“, dachte ich so. Dass ich es aber gestern schon brauchen würde, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet :-)

Als sie gestern vormittag müde wurde (wie immer um ca. halb 10), stillte ich sie, und sie schlief an meiner Brust ein, wachte jedoch mit Quengeln und Zappeln wieder auf, bevor ich aufstehen und sie ins Bettchen legen konnte. Also holte ich das Zahnungsgel, massierte ein wenig mit dem Finger an der betroffenen Stelle ein und brachte sie hoch in ihr Bettchen. Dort gab es dann das mittlerweile übliche Zubettgeh-Ritual: Kind zwischen Gitterstäben und Stillkissen „einkeilen“ (damit sie sich nicht auf den Rücken dreht, weil sie sich noch nicht wieder zurückdrehen, aber auch nicht auf dem Rücken liegend schlafen kann), „Schlaf schön!“ sagen und ihr über den Kopf streicheln, Babyfon einschalten, Schlafliedfunktion am Babyfon einschalten, das Zimmer verlassen.
Nach ca. 5 Minuten war von ihr nichts mehr zu hören. Vorgestern sah das noch ganz anders aus. Da musste ich sie nach fast einer halben Stunde wieder zurück ins Wohnzimmer tragen und ins Tragetuch packen. Schon totmüde, die Augen auf Halbmast und wibbelte sie Krabbelhaltung vor und zurück, legte sich kurz für eine Sekunde hin, und schon ging es weiter. Irgendwann ging dann das Gequengel los. Selbst im Tragetuch dauerte es noch einmal eine halbe Stunde, bis sie endlich zur Ruhe kam, bzw. so fertig war, dass sie einfach nicht mehr die Augen aufhalten konnte. Arme kleine Maus!

Alles in allem läuft es mit dem Zahnen aber doch bisher sehr glimpflich. Hoffen wir, dass das auch bei den anderen Zähnen so bleibt.

Liebe Grüße,
Eure Änny

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