Her mit dem Brei!

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Beikost, Leben mit Kindern, Stillzeit

Die Zeit rast dahin. Kaum ist unser Küken geschlüpft, will es auch schon mehr, als nur Muttermilch. Eigentlich hatte ich ja vor, die ersten 6 Monate ausschließlich zu stillen. Doch in den letzten Tagen zeichnete sich ab, dass unser Kind einfach dermaßen heiß auf richtiges Essen ist, dass wir es nun einfach mal am Sonntag ausprobierten. Auf dem Schoß sitzend wurde nämlich jeder Bissen vom Teller bis zu unserem Mund genau verfolgt, und am liebsten hätte Emilia uns gleich alles vom Teller geklaut :-) Also gab es am Wochenende den Klassiker: Möhrchen. Papa schälte, schnippelte und dampfgarte (mit Dampfgarsieb im normalen Kochtopf), Mama pürierte. Das erste Mal füttern durfte dann wieder der stolze Papa :-) Und was soll ich sagen, wir konnten es kaum glauben, aber das Kind schlabberte das Zeug weg wie nix. Als wenn sie das schon seit Wochen machen würde. Nach 3-4 Happen ging der Mund dann auch immer schon weit auf, wenn sie den Löffel sah, und sie griff nach Papas Hand, um damit den Löffel schneller zu ihrem Mund zu führen. Wir amüsierten uns köstlich. Doch auch das reicht mittlerweile nicht mehr aus, um ihren unfassbar großen Drang, selbstständig zu werden, zu befriedigen. Sie möchte selbst “essen” und den Löffel alleine halten. Wohlgemerkt, das Mädel ist 4 Monate jung! Zwar geht dabei auch viel daneben oder im wahrsten Sinne des Wortes “ins Auge” ;-), aber zwischendurch lasse ich sie dann einfach mal machen. Sie schaffst es schon ziemlich gut, den Löffel in den Mund zu befördern. Sonderlich viel Essen landet dabei natürlich noch nicht im Kind, aber ich versuche da einfach einen Kompromiss zu finden, damit ich Brei füttern, sie aber gleichzeitig auch selbst mal ausprobieren lassen kann. Ihr einen eigenen Löffel zu überlassen, macht bisher noch nicht viel Sinn, weil sie diesen nach einer Weile einfach fallen lässt. Aber dann wird eben weitergefüttert, bis Emilia wieder meckert oder sogar richtig sauer wird. Für sie ist alles ein großes, tolles Spiel, und ich finde das und ihren Elan dabei klasse. Allerdings bin ich auch ziemlich froh, dass wir Fliesenboden haben ;-)
Nach dem Füttern stille ich sie immer noch, bis sie wirklich richtig satt ist. Und obwohl sie schon eine gute Menge Brei zu sich nimmt, trinkt sie danach nicht weniger, als ohne Brei. Im Geigenteil! Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Brei ihren Appetit erst richtig anregt, vielleicht auch, weil sie etwas mehr Flüssigkeit braucht, um ihn zu verdauen. Zusätzliche Flüssigkeit biete ich ihr noch nicht an. Das kommt dann erst mit dem Getreidebrei.
Vertragen hat sie alles bisher prima. Was oben rein ging, kam unten – in leicht veränderter Form – auch wieder raus. ;-) Sonntag gibt es dann die nächste Sorte Brei, der auch schon in Eiswürfelform vorgekocht im Gefrierschrank auf Emilias hungriges Mäulchen wartet ;-) Bin gespannt, wie ihr Knollenfenchel schmeckt. Leicht süßlich, ist er ja auch. Zunächst werde ich es pur versuchen, damit sie diesen Geschmack kennenlernt, und dann auch mal gemischt mit Möhrchen. Sollte er ihr gar nicht zusagen, dann werde ich ihn Stück für Stück unter den nächsten Brei mischen, der dann theoretisch schon mit Fleisch oder Fisch sein könnte. Vermutlich werden wir dann aber erst noch Kartoffeln ausprobieren.
Warum so eine lange Zeitspanne, in der es immer nur eine Sorte Brei gibt? Damit man mögliche Allergien leichter erkennen kann. Tritt eine allergische Reaktion auf, kann es (falls es ein Lebensmittel betrifft) eigentlich nur die neu eingeführte Zutat sein. In der darauffolgenden Woche könnten wir sogar schon einen Abendbrei mit Getreide füttern. Aber wie gehen da ganz entspannt und ohne Eile an die Sache. Jetzt gibt es erst einmal jeden Mittag Brei, und alles andere kommt, wenn’s soweit ist. In diesem Sinne…

Liebe Grüße,
eure Änny

2 Kommentare

  1. Irgendwie hatte ich ein richtiges Schlachtfeldfoto erwartet, und nicht nur einen verschmierten Mund… ;)

    Aber vor allem: Meine Güte, wird die schnell groß – also auch optisch…

    Wird echt Zeit, dass ich die Süße mal kennenlerne! Seit ihr Ostern bei deinen Eltern oder steht da doch eher irgendwann mal ein Abstecher meinerseits in den Norden an…?

    Liebe Grüße,
    Ina

  2. Ich kann's auch kaum fassen, wie schnell sie sich verändert. Jeden Tag kann sie neue Sachen. Es sind nur winzige Kleinigkeiten, aber ehe man sich versieht, isst sie plötzlich Brei, geht in den Kindergarten oder macht ihren Schulabschluss ;-)

    Ostern fahren wir zu Steffens Eltern, aber wir sind die Woche um Pfingsten im Ländle. Würd mich sehr freuen, wenn wir uns endlich mal wieder sehen würden. Ist echt viel zu selten *sniff*

    Liebe Grüße zurück! :-)

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