Christstollen

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Kochtopf

Jetzt ist es wieder allerhöchste Zeit, Stollen zu backen. Bis zum ersten Advent sind es gerade mal noch 3 Wochen, und die braucht so ein Prachtstück auch, um richtig schön durchzuziehen und saftig zu werden.
Am Sonntag habe ich mich deshalb ans Werk gemacht, denn selbst gebacken schmeckt’s doch einfach am besten. :-) Und vor allem weiß man was drin ist! An dieser Stelle deshalb auch ein Ratschlag: Bitte nur die besten Zutaten verwenden und nicht am falschen Ende sparen.

Nun aber endlich das Rezept:

Zutaten: (für 3 große oder 4 mittlere Stollen)

  • 2 Würfel Hefe (ca. 80g)
  • 1kg Mehl + etw. Mehl für die Arbeitsfläche
  • 170ml Milch
  • 500g Butter, zimmerwarm
  • 250g Butter, flüssig (zum Bestreichen)
  • 400g Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 Zitronen, unbehandelt, davon die geriebene Schale
  • 500g Rosinen
  • 200g Mandelstifte
  • 80g Orangeat
  • 80g Zitronat
  • 120ml Rum (dunkler)
  • 3 EL Vanillezucker
  • 1 Pck. Puderzucker (zum Bestäuben)
  • 1/2 Fläschchen Bittermandelaroma
  • je 1 gestr. Espressolöffel gemahlenen Kardamom, Zimt, Nelke und Muskatblüte
  • 1 Vanilleschote, davon das Mark

Außerdem: Backpapier, 1 Rolle Alufolie

Vorab ein paar Tipps:

  1. Wichtig: Viel Zeit, am besten einen freien Tag am Wochenende einplanen. Stollen kann man nicht mal schnell zwischen Tür und Angel backen.
  2. 1-2 Tage zuvor Rosinen, Orangeat und Zitronat in eine Schüssel geben und mit dem Rum mischen. Ein paar mal am Tag verrühren, oder wenn ein fest schließender Deckel auf der Schüssel ist, einfach gut durchschütteln.
  3. Alle gekühlten Zutaten mind. 6 Stunden vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur lagern.

Zubereitung:

Sämtliche Zutaten abwiegen und bereitstellen. Die Rumfrüchte in einem Sieb abtropfen lassen.

 

Gute Vorbereitung = halb so viel Stress!

 

Mehl in eine sehr große Schüssel oder auf die Arbeitsfläche sieben…

 

 

… 500g Butter in Flocken…

 

 

… Zucker, Vanillezucker und Salz zugeben.

 

 

Die Milch lauwarm erwärmen (nicht über 40°C), Hefe hineinbröseln und mit einer Gabel gut verrühren, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben.

 

 

Zur Mehl-Butter-Zucker-Salz-Mischung geben.

 

Optisch nicht sonderlich appetitlich, gehört aber so.

 

Alles ca. 20 Min. zu einem geschmeidigen, glänzenden Teig verkneten.

 

Was für eine herrliche Sauerei :-)

 

Der Teig muss sich gut vom Schüsselrand oder der Arbeitsfläche lösen ohne anzukleben.

 

 

Den Teig in einer mit Deckel veschlossenen oder mit einem feuchten Küchentuch abgedeckten Schüssel an einem warmen Ort 1/2 h gehen lassen.

Währenddessen die Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne (ohne Fett!) ganz leicht anrösten, bis sie duften. Die Rumfrüchte mit ein wenig Mehl bestäuben und mit den abgekühlten Mandeln, geriebener Zitronenschale, Bittermandelaroma und allen Gewürzen mischen.

 

Welch ein unwiderstehlicher Duft!

 

Nach der Gehzeit die Frucht-Mandel-Mischung zügig unter den Teig kneten und nochmals zugedeckt 30 Min. gehen lassen. (Nicht wundern, wenn der Teig nicht gut aufgegangen ist. Durch die viele Butter bleibt er ziemlich klitschig.)

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Teig in die gewünschte Anzahl Stücke zerteilen, diese kurz durchkneten und zu eiförmigen Kugeln formen. Backblech erst mit einer Lage Alufolie (glänzende Seite nach unten) und dann mit einer Schicht Backpapier auslegen. Die Teiglaibe (bei 4 Stollen 2 Stück pro Blech) auf das Blech legen und zur typischen Stollenform kneten.
Ca. 20cm breite Streifen Alufolie zweimal zu einer langen Manschette falten und um die Teigrohlinge legen. Dies verhindert zumindest ein wenig, dass sie beim Backen in die Breite zerlaufen.

 

Die Manschettenenden einfach zusammenfalten und festdrücken.

 

Die Stollen zunächst 30 Minuten backen, dann mit einem Stück Alufolie abdecken und weitere 20-30 Minuten backen (je nach Größe).

 

Aus der Mittel-Spalte kann man sich leicht ein Stückchen Teig zum Probieren mopsen :-)

 

Sofort nach dem Backen eventuell verbrannte Rosinen oder Teigränder herauszupfen bzw. abbrechen und danach die noch heißen Stollen rundherum mehrmals mit flüssiger Butter bepinseln. Wenn sie ein wenig abgekühlt sind, auch die Unterseite bestreichen. Die flüssige Butter sollte für alle Stollen komplett und gleichmäßig aufgebraucht werden.
Achtung: Beim Umdrehen vorsichtig sein, da sie warm noch ziemlich weich und matschig sind und leicht zerbrechen.

Nun wieder etwas abkühlen lassen. Mit Hilfe eines Teesiebs als nächstes erst die Unterseite dick mit Puderzucker bestäuben. Auf die bezuckerten Seite ein Stück Alufolie legen, vorsichtig umdrehen und dann die Oberseite bestäuben. Auch hier nicht sparen: 1/4 Pck. Puderzucker pro mittleren Stollen verwenden.

 

Nach dem vollständigen Auskühlen, die Stollen in die Alufolie einschlagen und mit einer zweiten Lage Alufolie gut verpacken. Mind. 3 Wochen an einem kühlen, frostfreien, trockenen, dunklen Ort lagern, z.B. im Keller.

Unmittelbar vor dem Servieren kann der Stollen noch einmal mit etwas frischem Puderzucker „aufhübscht“ werden.

Viel Vorfreude auf die Adventszeit und schließlich dann auch einen guten Appetit wünscht Euch
Eure Änny

3 Kommentare

  1. Hey,
    ich hoffe ich komme nicht zu spät, um euch nochmal alles Gute für die Geburt zu wünschen.
    Jetzt ist es ja schon soweit!

    Ich wünsche euch alles Glück der Welt für Klein X. =)

    Alisa

  2. Hallo Alisa,
    ziemlich genau 2 Tage und eine halbe Stunde später erblickte sie das Licht der Welt. ;-) Genaueres gibt's bald hier auf dem Blog zu lesen.
    Viiielen vielen Dank für die guten Wünsche.
    Liebe Grüße,
    Anne

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