Paranoid

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Allgemein, Life before kids

Es fing schon damit an, dass ich um halb 6 morgens aufwachte, auf meinen Wecker blinzelte, beruhigt feststellte, dass ich ja noch ein halbes Stündchen habe, bis ich aufstehen muss. Als dann der Wecker klingelte, schaute ich wieder auf die Uhr und bekam einen riesen Schreck: “Was? Schon 7:45 Uhr?” Ich muss dazu sagen, ich hatte am Freitag zuvor verschlafen und war eine 3/4 Stunde zu spät in der Schule angekommen. Und damit nicht genug: Am Mittwoch vor einer Woche, an dem wir wie immer erst ab nachmittags Werkstattunterricht hatten, hatte ich auch schon verschlafen, zwar “nur” ca. eine halbe Stunde, aber eben bis nachmittags! Ich also nichts wie raus aus dem Bett und in Windeseile Klamotten anziehen. Dabei kräftig fluchen nicht vergessen. In meinem Kopf schwirrten alle Gedanken auf einmal durcheinander. Was sollte ich jetzt tun? Ich konnte doch nicht zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen verschlafen, und das während der Prüfungszeit! Also fasste ich den Entschluss, bei dem ich mich ehrlich gesagt schon ein wenig schlecht fühlte, dass ich in der Schule im Sekretariat anrufen und sagen würde, dass es mir nicht gut ginge und ich, sobald es mir besser gehe, etwas später in die Schule käme. Eine ziemlich dämliche Ausrede, da man sich normalerweise spätestens um 7:30 Uhr, oder über andere Mitschüler krankmelden muss, aber mir fiel nichts anderes ein. Ich stürmte also ins Esszimmer, kramte nach meinem Handy, schaltete das Laptop ein, suchte die Telefonnummer im Internet heraus, vergewisserte mich, dass überhaupt Montag morgens jemand im Sekretariat anwesend ist, und wählte… Und am anderen Ende der Leitung meldete sich nur der Anrufbeantworter, der mir freundlich mitteilte, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten anrufe. “So ein Mist! Wieso das denn jetzt?”, fluchte ich. “Da steht doch, dass da Montag bis Freitag jemand ab 7:30 Uhr da ist!” Ich kramte in meinem Kopf nach einem Plan B, und während ich so dasaß und grübelte und gedankenverloren auf den Esstisch blickte, bildete sich im meinem Kopf eine weitere Gedankenkette: “Esstisch – Frühstück – Sonntag – Frühstück mit Susanne – Sonntag – Sonntag —- Heute ist Sonnnntaaaag!!!”

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